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Wednesday, February 3, 2010

cinema

Gestern mit Andreas und Holger im Cinemaxx. Sherlock Holmes war viel besser als ich es in den Kritiken gelesen hatte. Beste Unterhaltung mit witzigen Dialogen, guten Regieeinfällen und vor allem guten Darstellern. Jude Law ist ja sowieso klasse, aber Robert Downey war unschlagbar gut. Dazu die Filmmusik von Hans Zimmer. alles stimmig und wenn es einen zweiten Teil geben wird, dann werden wir den auch sehen.


Ansonsten hat sich die vorhergesagte Schneekatastrophe als Dauerregen entpuppt. Alles ist grau und dreckig. Zum Wochenende solls noch etwas wärmer werden, aber für einen Vorfrühlingsspaziergang wird es nicht reichen.

Wednesday, January 27, 2010

eis in hamburg


ein bild vom letzten alster-eisvergnügen 1996. ganz hamburg wartet darauf, dass es auch 2010 wieder buden auf der alster geben wird. habe eben telefoniert., aber das eis scheint noch immer nicht dick genug zu sein.
hier in stuttgart ist es zwar kälter geworden, aber es liegt kein schnee mehr und es ist einfach nur ungemütlich.
gestern haben wir Avatar im kino gesehen. es war schon sehr beeindruckend, aber so richtig bewegt hat uns der film nicht und die augen brannten munter nach der ersten halben stunde. die effekte sind schon großartig, besonders die herumfliegenden tiere und samen, aber die baller-szenen sind nichts für mich und das etwas einfallslose gut-böse-schema ist so typisch hollywood. immerhin, wir waren dabei und nächste woche gehts zu sherlock-holmes.....

Friday, January 22, 2010

Soul Kitchen


Fatih Akins Erfolgsstory geht weiter, seine Herz erwärmende Komödie im Hamburger Multikulti-Viertel und absoluter Lido-Liebling erhielt den Spezialpreis der Jury in Venedig.

Es gehört schon etwas dazu, ein internationales Projekt sausen zu lassen, um sein eigenes durchzuziehen, seinen Film nicht in Cannes zu zeigen, weil er noch nicht optimal war. Fatih Akin riskierte einiges und wurde in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury für "Soul Kitchen" belohnt, einer zärtlichen Liebeserklärung an seine Heimatstadt und das Arbeiterviertel Wilhelmsburg, wo der langhaarige Deutschgrieche Zinos Kazantsakis in seinem Restaurant neben von Unkraut überwachsenen Schienen die Stammgäste mit Pommes und Majo, paniertem Schnitzel und Fischstäbchen versorgt.

Bald geht alles drunter und drüber, der neue, ambitionierte Koch, der schon mal Aphrodisiaka ins Dessert mischt, verscheucht die alte Kundschaft. Eine betuchte Klientel erobert die Kult-Kneipe. Die Freundin in Shanghai zickt. Finanzamtkontrolleure und Immobilienhaie nerven. Und sein Bruder will als Knast-Freigänger einen Arbeitsvertrag, ohne einen Finger krümmen zu müssen. Gipfel des Grauens ist ein Bandscheibenvorfall, der den Geschundenen plagt. Nur der türkische Physiotherapeut Knochenbrecher kann im letzteren Fall noch helfen.

Vorbild für das Film-Gasthaus war übrigens Hauptdarsteller Adam Bousdoukos' eigene Taverne in Ottensen. Nicht immer kämpfen die Protagonisten mit feinstem Dialogflorett, es darf auch schon mal deftig werden in diesem "schmutzigen Heimatfilm" ohne elitäre Hanseaten. Amüsierte sich Münchens Schickeria einst im "Rossini", lässt es sich die Hamburger Szene im "Soul Kitchen" gut gehen, ein Mikrokosmos von Multi-Kulti, gescheiterten Existenzen, Überlebenskämpfern des Alltags und Romantikern, die ihrer Sehnsucht nachhängen. Da wird gerockt, "La Paloma" geschmettert und Sirtaki getanzt.

Bewusst wählte Akin als Drehorte von Gentrifizierung bedrohte Stadtviertel, Biotope mit unfertigem Charme, die man unter Artenschutz stellen müsste, weil es sie bald nicht mehr gibt. Er zeigt auch die schönen und touristischen Seiten der Hanse-Metropole mit Speicherstadt, Elbe und Alster im besten Licht von Kameramann Rainer Klausmann. Mit dabei die Filmfamilien-Mitglieder "Kneipenwirt" Adam Bousdoukos ("Kurz und schmerzlos"), "Knast-Bruder" Moritz Bleibtreu ("Im Juli", "Solino"), "Sternekoch" Birol Ünel ("Gegen die Wand") und Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle als Familienpatriarchin. Der Soundtrack, zu dem die Schauspieler sich ihren Lieblings-Soul-Sound aussuchen konnten, verstärkt die intime Atmosphäre und reißt mit. Und wenn Hans Albers vom "Letzten Hemd" singt, das keine Taschen hat und auffordert, den kleinen Rest des Lebens "zu vernaschen", der Schnee beim Dinner for Two am Heiligabend rieselt, dann ist Fatih Akin mit seinem leicht bekömmlichen und überaus komischen Feelgood-Movie ohne überflüssigen Edelschnickschnack ganz, ganz nah an Genuss und (Heimat-)Gefühl. Futter für die Seele.


Thursday, December 31, 2009

gestern gesehen . ensemble c´est tout

da haben wir doch gestern zusammen auf dem sofa gesessen und vor glück geweint:

Ensemble c'est tout est un film qui fait réfléchir sur le sens de la vie, la priorité dans l'existence: la recherche du bonheur le plus simplement possible. Ce film raconte comment des personnes totalement opposées finissent pas s'entendre. Ce film nous fait dire aussi que les ami(e)s sont très important. Qu'ils servent à nous faire évoluer. Comme dit la publicité: Les ami(e)s sont les frères et soeurs que l'ont choisis. Claude Berri a signé un très grand film plein d'humanisme et de simplicité.



Philibert Marquet de La Durbellière, ein Nachkomme einer Adelsfamilie, ist ein depressiver, stotternder Postkartenverkäufer. Seinen Alltag verbringt er in Paris in einer großen, altertümlich eingerichteten Wohnung, die seiner verstorbenen Großmutter gehörte und die er vorübergehend bewohnen darf. Zwischen antiken Möbeln, Leuchtern und Gemälden hat er seine Räume so eingerichtet, dass er möglichst wenig Kontakt mit der Außenwelt pflegen muss. Für Abwechslung in Philiberts langweiliger Eigenwelt sorgt sein Untermieter Franck, ein begeisterter Motorradfahrer und Koch. Der rüpelhafte Franck erkennt sein eigenes, von der Einsamkeit geprägtes Leben anfangs nicht. Kaum endet sein Arbeitstag in der Großküche, vertreibt er seine Freizeit mit oberflächlichen Frauengeschichten oder fährt Motorrad. Die einzige Person, zu der Franck regelmäßigen Kontakt hat, ist seine Großmutter Paulette, die nach einem Unfall im Krankenhaus ist. Eines Tages tritt die junge magersüchtige Camille Fauque, die abends in Büros als Putzfrau arbeitet und in ihrer Freizeit malt, unfreiwillig in den ungewöhnlichen Alltag der Männer-WG.
Philibert nimmt Camille bei sich auf, als sie an Grippe erkrankt ist und kümmert sich um sie. Während sie wieder zu Kräften kommt und dabei noch ein paar Kilo zulegt, wirbelt sie das Leben der Männer durcheinander und hat auch gleich ein paar handfeste Auseinandersetzungen mit Franck. Während die sich jedoch immer besser verstehen, zieht Francks Großmutter in die WG ein – auf Camilles Drängen hin, die sich aufopfernd um die freundliche ältere Frau kümmert. Camille und Franck schlafen miteinander, Franck verliebt sich in sie. Paulette zieht mit Camille wieder in ihr eigenes Haus und stirbt dort. Philibert lernt sein Stottern zu unterdrücken, wird Komödiant, heiratet und zieht aus. Franck will nach England zum Arbeiten, bleibt dann allerdings wegen Camille doch in Frankreich und macht sich selbstständig.

Wednesday, March 4, 2009

Der Vorleser

Sehr traurig. Sehr bewegend. Sehr eindrucksvoll. Wir waren noch eine ganze Weile von diesem Film gefesselt und während der Vorführung liefen die Tränen von ganz allein. Alles stimmte. Alle Schauspieler wunderbar und dieses Thema von Schuld und Vergebung kann man nicht besser umsetzen.
Waren im Gloria, dem größten Kinosaal hier in Stuttgart. Ausverkauft und wegen der großen Nachfrage noch eine Extra-Vorstellung in einem anderen Saal. Schon erstaunlich bei diesem Thema.